Discussion:
Händlerkennzeichen
(zu alt für eine Antwort)
Peter Weller
2017-04-11 07:03:08 UTC
Permalink
Raw Message
Moin!

Soweit ich mich erinnere, darf ich ein Händlerkennzeichen, vulgo "Rote
Nummer" doch nur für Überführungsfahrten und Prüffahrten verwenden und
darf darüber akribisch Buch führen.

Wenn ich nun die günstige Gelegenheit nutze und statt eines zu
versichernden und zu versteuernden privaten PKWs einfach einen aus dem
Fundus samt rotem Kennzeichen verwende, um mich jeden Tag von der
Betriebsstätte zur Wohnung und zurück zu Überführen und es womöglich
dabei mit der Buchführung nicht so genau nähme, welches Tatbestandes
würde man mich dann zu überführen versuchen? Steuerhinterziehung wohl
schon. Kennzeichenmißbrauch?

Speziell unter der Berücksichtigung, daß ich gerne "kreativ" parke und
selbstverständlich pampig bin, wenn ich man mich darauf anspreicht, wenn
ich mal in einer Einfahrt oder einer Fußgängerfurt stehe. Ist doch eh
egal, in der Gegend kommt zu den Zeiten das Ordnungsamt eh nie vorbei.

Danke schon mal für die Inputs...

Servus, Peter

PS: Oder ich bin natürlich die "andere Seite", der verärgerte Nachbar,
der dem Händler seine kleine Steuerhinterziehung ja gönnen würde, wäre
das restliche Sozialverhalten etwas besser ausgeprägt.
Andreas Portz
2017-04-11 07:31:37 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Weller
Soweit ich mich erinnere, darf ich ein Händlerkennzeichen, vulgo "Rote
Nummer" doch nur für Überführungsfahrten und Prüffahrten verwenden und
darf darüber akribisch Buch führen.
Bitte erst die Begrifflichkeiten sortieren!

"rote Nummern" gibt/gab es viele verschiedene.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennzeichen_%28Deutschland%29#Rote_Kennzeichen

Was der Normalbürger als solche bezeichnet(e), waren früher in roter
Schrift von der Zulassungsstelle auch für Privat für allerlei private
Rumfahrerei zu erhaltende 'Überführungskennzeichen'. Diese wurden vor
drei (?) abgeschafft und durch Nachfolgendes ersetzt.

Kurzzeitkennzeichen für Privat. An ein vorab zu definierendes Fahrzeug
gebunden und nur noch für Fahrten zum TÜV oder zur Werkstatt zulässig.
Für privaten Fahrzeugkauf auf dem 'Flohmarkt' nahezu völlig ungeeignet
(da gekauftes Fahrzeug vorab eher unbekannt) und für die Überführung
eines bekannten (gerade gekauft oder nicht) Fahrzeugs ebenfalls. Es sei
denn, man will es mal schnell vom Kaufort zum TÜV bringen. Wobei sich
dann noch die Frage stellt, wie weit die Untersuchungsstelle vom
Standort des Fahrzeugs entfernt sein darf.
Im Ernstfall wäre somit ein Kauf außerhalb der Sichtweite des eigenen
Wohnorts auch eher außen vor.

Weiterhin gibt es heutzutage in Rot lediglich noch die von dir so
benannten Händlerkennzeichen, welche von Gewerblichen für allerlei
Fahrten (nahe zu ohne Beschränkungen?) genutzt werden können. Aber eben
nur für Händler.


-Andreas
HC Ahlmann
2017-04-11 10:00:06 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Portz
Post by Peter Weller
Soweit ich mich erinnere, darf ich ein Händlerkennzeichen, vulgo "Rote
Nummer" doch nur für Überführungsfahrten und Prüffahrten verwenden und
darf darüber akribisch Buch führen.
Bitte erst die Begrifflichkeiten sortieren!
"rote Nummern" gibt/gab es viele verschiedene.
<https://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennzeichen_%28Deutschland%29#Rote_Ke
nnzeichen>
Post by Andreas Portz
Was der Normalbürger als solche bezeichnet(e), waren früher in roter
Schrift von der Zulassungsstelle auch für Privat für allerlei private
Rumfahrerei zu erhaltende 'Überführungskennzeichen'. Diese wurden vor
drei (?) abgeschafft und durch Nachfolgendes ersetzt.
Kurzzeitkennzeichen für Privat. An ein vorab zu definierendes Fahrzeug
gebunden und nur noch für Fahrten zum TÜV oder zur Werkstatt zulässig.
Das stimmt nicht mit §16a FZV Stand 18.07.2016 überein:
| § 16a Probefahrten und Überführungsfahrten mit Kurzzeitkennzeichen
| (1) Ein Fahrzeug darf, wenn es nicht zugelassen ist, zu Probe- oder
| Überführungsfahrten in Betrieb gesetzt werden, wenn
| 1. es einem genehmigten Typ entspricht oder eine Einzelgenehmigung
| erteilt ist,
| 2. eine dem Pflichtversicherungsgesetz entsprechende
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung besteht und
| 3. es ein Kurzzeitkennzeichen führt.

Überführungsfahrten vor Ablauf der HU-Frist sind weiterhin zulässig.

Nach Ablauf einer HU-Frist oder ohne Betriebserlaubnis wird es
schwieriger, dann dürfen nur Fahrten zur nächstgelegenen HU-Stelle im
Zulassungsbezirk oder direkt angrenzenden Bezirken erledigt werden,
heißt es weiter in §16a (1) FZV:
| Liegen die Voraussetzungen nach Satz 1 Nummer 1 nicht vor, dürfen
| abweichend von Satz 1 nur Fahrten, die im Zusammenhang mit der
| Erlangung einer neuen Betriebserlaubnis stehen, zur nächstgelegenen
| Begutachtungsstelle im Bezirk der Zulassungsbehörde, die das
| Kennzeichen zugeteilt hat, oder einem angrenzenden Bezirk durchgeführt
| werden. Liegt der Termin zur Durchführung der Hauptuntersuchung oder
| Sicherheitsprüfung nach § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung vor
| dem Ablauf der Gültigkeit des Kurzzeitkennzeichens, dürfen abweichend
| von Satz 1 ohne einen Nachweis der durchgeführten Untersuchung und
| Prüfung nur Fahrten zur nächstgelegenen Untersuchungsstelle im
| Zulassungsbezirk und zurück durchgeführt werden.
Post by Andreas Portz
Weiterhin gibt es heutzutage in Rot lediglich noch die von dir so
benannten Händlerkennzeichen, welche von Gewerblichen für allerlei
Fahrten (nahe zu ohne Beschränkungen?) genutzt werden können. Aber eben
nur für Händler.
Unter Händler sind nach §16 FZV zuverlässige Kraftfahrzeughersteller,
Kraftfahrzeugteilehersteller, Kraftfahrzeugwerkstätte und
Kraftfahrzeughändler zu verstehen.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Andreas Portz
2017-04-11 11:29:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by HC Ahlmann
Nach Ablauf einer HU-Frist oder ohne Betriebserlaubnis wird es
schwieriger, dann dürfen nur Fahrten zur nächstgelegenen HU-Stelle im
Zulassungsbezirk oder direkt angrenzenden Bezirken erledigt werden,
Welcher "Zulassungsbezirk"? Der des Kurzzeitkennzeichens, oder der des
vor vielen Jahren mal vergebenen Kennzeichens, oder des in Zukunft dem
KFZ zugeordneten Kennzeichens?
Post by HC Ahlmann
| Liegen die Voraussetzungen nach Satz 1 Nummer 1 nicht vor, dürfen
| abweichend von Satz 1 nur Fahrten, die im Zusammenhang mit der
| Erlangung einer neuen Betriebserlaubnis stehen, zur nächstgelegenen
| Begutachtungsstelle im Bezirk der Zulassungsbehörde, die das
| Kennzeichen zugeteilt hat, oder einem angrenzenden Bezirk
| durchgeführt werden.
"zur nächstgelegenen Begutachtungsstelle im Bezirk der
Zulassungsbehörde, die das Kennzeichen zugeteilt hat"?

Wenn sich "die das Kennzeichen zugeteilt hat" nicht auf das
Kurzzeitkennzeichen beziehst, sondern ein ehemaliges einer früheren
Zulassung des Vorbesitzers wird es 'hier' schwierig:

gegeben ein KFZ, dass vor vielen Jahren fern ab der Heimat gekauft und
mit dem damaligen Kennzeichen in eine 'Lagerstätte' (immer noch recht
weit vom zukünftigen Zulassungsbezirk entfernt) gebracht wurde.
HU ist längst abgelaufen. Wie darf dieses Fahrzeug mittels
Kurzzeitkennzeichen (zur HU) bewegt werden und wo muss diese
stattfinden? Darf das Kurzzeitkennzeichen vom zukünftigen Anmeldeort
stammen und man fährt dann ein jahrelang ungetüvtes KFZ
(geschickterweise mit bescheinigtem Prüftermin) über hunderte km zum
heimischen TÜV? Oder muss man ein Kurzzeitkennzeichen am 'Lagerort' des
KFZs ausstellen und es dann dort prüfen lassen?


-Andreas
HC Ahlmann
2017-04-11 14:04:39 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Portz
Post by HC Ahlmann
Nach Ablauf einer HU-Frist oder ohne Betriebserlaubnis wird es
schwieriger, dann dürfen nur Fahrten zur nächstgelegenen HU-Stelle im
Zulassungsbezirk oder direkt angrenzenden Bezirken erledigt werden,
Welcher "Zulassungsbezirk"? Der des Kurzzeitkennzeichens, oder der des
vor vielen Jahren mal vergebenen Kennzeichens, oder des in Zukunft dem
KFZ zugeordneten Kennzeichens?
Gemeint ist der Bezirk des Kurzzeitkennzeichens, denn die ehemalige
Zulassung ist erloschen und eine gleichzeitige Zulassung per Kurzzeit-
und "Normal-"Kennzeichen ist nicht möglich.
Post by Andreas Portz
Post by HC Ahlmann
| Liegen die Voraussetzungen nach Satz 1 Nummer 1 nicht vor, dürfen
| abweichend von Satz 1 nur Fahrten, die im Zusammenhang mit der
| Erlangung einer neuen Betriebserlaubnis stehen, zur nächstgelegenen
| Begutachtungsstelle im Bezirk der Zulassungsbehörde, die das
| Kennzeichen zugeteilt hat, oder einem angrenzenden Bezirk
| durchgeführt werden.
"zur nächstgelegenen Begutachtungsstelle im Bezirk der
Zulassungsbehörde, die das Kennzeichen zugeteilt hat"?
Wenn sich "die das Kennzeichen zugeteilt hat" nicht auf das
Kurzzeitkennzeichen beziehst, sondern ein ehemaliges einer früheren
gegeben ein KFZ, dass vor vielen Jahren fern ab der Heimat gekauft und
mit dem damaligen Kennzeichen in eine 'Lagerstätte' (immer noch recht
weit vom zukünftigen Zulassungsbezirk entfernt) gebracht wurde.
HU ist längst abgelaufen. Wie darf dieses Fahrzeug mittels
Kurzzeitkennzeichen (zur HU) bewegt werden und wo muss diese
stattfinden? Darf das Kurzzeitkennzeichen vom zukünftigen Anmeldeort
stammen und man fährt dann ein jahrelang ungetüvtes KFZ
(geschickterweise mit bescheinigtem Prüftermin) über hunderte km zum
heimischen TÜV? Oder muss man ein Kurzzeitkennzeichen am 'Lagerort' des
KFZs ausstellen und es dann dort prüfen lassen?
Es ist bei jenem gegebenen Kfz ein Kurzzeitkennzeichen des Bezirk zu
beantragen, in das abgemeldete Kfz Steht, in jenem Bezirk oder
unmittelbar angrenzenden Bezirken eine HU durchführen zu lassen (auch
eine Fahrt zur unmittelbaren Reparatur erheblicher oder geringer Mängel
nach einer HU in jenen Bezirken ist zulässig), bevor mit dem
Kurzzeitkennzeichen eine Überführungsfahrt in weit entfernte
Zulassungsbezirke angetreten werden darf.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Peter Weller
2017-04-12 06:29:51 UTC
Permalink
Raw Message
Moin!
Post by Andreas Portz
Post by Peter Weller
Soweit ich mich erinnere, darf ich ein Händlerkennzeichen, vulgo "Rote
Nummer" doch nur für Überführungsfahrten und Prüffahrten verwenden und
darf darüber akribisch Buch führen.
Bitte erst die Begrifflichkeiten sortieren!
Beginnend mit 06
Post by Andreas Portz
"rote Nummern" gibt/gab es viele verschiedene.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennzeichen_%28Deutschland%29#Rote_Kennzeichen
Genau da nachgelesen. Mit diesem Hinweis:

| Für jedes Fahrzeug ist eine gesonderte Seite des Fahrzeugscheinheftes
zu dessen Beschreibung zu verwenden; die Angaben zum Fahrzeug sind
vollständig und in dauerhafter Schrift vor Antritt der ersten Fahrt
einzutragen. Das Fahrzeugscheinheft ist bei jeder Fahrt mitzuführen und
zuständigen Personen auf Verlangen auszuhändigen. Über jede Prüfungs-,
Probe- oder Überführungsfahrt sind fortlaufende Aufzeichnungen zu
führen, aus denen das verwendete Kennzeichen, das Datum der Fahrt, deren
Beginn und Ende, der Fahrzeugführer mit dessen Anschrift, die
Fahrzeugklasse und der Hersteller des Fahrzeugs, die
Fahrzeug-Identifizierungsnummer und die Fahrtstrecke ersichtlich sind.

Das klingt für mich nach mehr Aufwand, als sich jemand für seine
tägliche Heimfahrt macht. Zumal dann der Nachweis für die konsequente
zumindest zweifelhafte Nutzung des Kennzeichens schriftlich manifestiert
wäre.

Dabei ist noch nicht mal erwähnt, daß das so überführte Fahrzeug auch
gerne mal ein paar Tage auf nicht umfriedetem Grund ganz ohne
Kennzeichen steht. Aber mit Ausdruck von mobile.de in der Windschutzscheibe.
Post by Andreas Portz
Kurzzeitkennzeichen für Privat. An ein vorab zu definierendes Fahrzeug
[...]

Nix Privat, Händler. So gut sortiert waren meine Begriffe schon! ;-)
Post by Andreas Portz
Weiterhin gibt es heutzutage in Rot lediglich noch die von dir so
benannten Händlerkennzeichen, welche von Gewerblichen für allerlei
Fahrten (nahe zu ohne Beschränkungen?) genutzt werden können. Aber eben
nur für Händler.
Die Beschränkungen stehen in dem von Dir verlinkten Artikel und ich habe
sie oben noch mal zitiert. Die finde ich schon erheblich und im
konkreten Fall greifend.

Bleibt nur noch die Frage, welche Stelle es interessiert, um dann
entsprechende Schritte einzuleiten.

Wir kennen beide Fälle, an denen ein Fahrzeug am Zweitwohnsitz
zugelassen war, gerne auch mal im Ausland, bei denen bis hin zur
Steuerhinterziehung ein Faß aufgemacht wurde. Da spielt doch das hier
locker in der selben Liga.


Servus, Peter
HC Ahlmann
2017-04-12 07:07:49 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Weller
Post by Andreas Portz
"rote Nummern" gibt/gab es viele verschiedene.
<https://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennzeichen_%28Deutschland%29#Rote_Ke
nnzeichen>
Post by Peter Weller
| Für jedes Fahrzeug ist eine gesonderte Seite des Fahrzeugscheinheftes
zu dessen Beschreibung zu verwenden; die Angaben zum Fahrzeug sind
vollständig und in dauerhafter Schrift vor Antritt der ersten Fahrt
einzutragen. Das Fahrzeugscheinheft ist bei jeder Fahrt mitzuführen und
zuständigen Personen auf Verlangen auszuhändigen. Über jede Prüfungs-,
Probe- oder Überführungsfahrt sind fortlaufende Aufzeichnungen zu
führen, aus denen das verwendete Kennzeichen, das Datum der Fahrt, deren
Beginn und Ende, der Fahrzeugführer mit dessen Anschrift, die
Fahrzeugklasse und der Hersteller des Fahrzeugs, die
Fahrzeug-Identifizierungsnummer und die Fahrtstrecke ersichtlich sind.
Das klingt für mich nach mehr Aufwand, als sich jemand für seine
tägliche Heimfahrt macht. Zumal dann der Nachweis für die konsequente
zumindest zweifelhafte Nutzung des Kennzeichens schriftlich manifestiert
wäre.
Was macht Dich außer "viel Aufwand" glauben, dass der Händler sein rotes
Kennzeichen missbraucht? Probefahrten sind zulässig und der Zweck schwer
zu widerlegen.

Das im OP erwähnte kreative Parken in Einfahrten oder auf Furten ist
eine Ordnungswidrigkeit und häufige Wiederholung kann Zweifel an dem
Willen zu regelgerechtem Verhalten wecken. Das hat aber wiederum nicht
direkt mit der Verwendung roter Kennzeichen zu tun.
Post by Peter Weller
Dabei ist noch nicht mal erwähnt, daß das so überführte Fahrzeug auch
gerne mal ein paar Tage auf nicht umfriedetem Grund ganz ohne
Kennzeichen steht. Aber mit Ausdruck von mobile.de in der Windschutzscheibe.
Ein nicht zugelassenes Auto darf auf "nicht umfriedeten Grund" stehen,
aber nicht auf öffentlichen Straßen stehen (Sondernutzungserlaubnis)
oder gar betrieben werden.
Post by Peter Weller
Die Beschränkungen stehen in dem von Dir verlinkten Artikel und ich habe
sie oben noch mal zitiert. Die finde ich schon erheblich und im
konkreten Fall greifend.
Bleibt nur noch die Frage, welche Stelle es interessiert, um dann
entsprechende Schritte einzuleiten.
Kennzeichenmissbrauch zeige der Zulassungsstelle an. Aber es bedarf
einer besseren Begründung als "viel Aufwand" für den Verdacht.
Post by Peter Weller
Wir kennen beide Fälle, an denen ein Fahrzeug am Zweitwohnsitz
zugelassen war, gerne auch mal im Ausland, bei denen bis hin zur
Steuerhinterziehung ein Faß aufgemacht wurde. Da spielt doch das hier
locker in der selben Liga.
Kfz-Steuerhinterziehung ist eine andere Baustelle, darüber wacht der
Zoll, nicht die Zulassungstelle. Und da rote Kennzeichen und
Fahrzeugscheinheft ausgegeben sind und erneuert werden, liegt
Steuerhinterziehung fern.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Peter Weller
2017-04-13 05:09:38 UTC
Permalink
Raw Message
Moin!
Post by HC Ahlmann
Post by Peter Weller
Das klingt für mich nach mehr Aufwand, als sich jemand für seine
tägliche Heimfahrt macht. Zumal dann der Nachweis für die konsequente
zumindest zweifelhafte Nutzung des Kennzeichens schriftlich manifestiert
wäre.
Was macht Dich außer "viel Aufwand" glauben, dass der Händler sein rotes
Kennzeichen missbraucht? Probefahrten sind zulässig und der Zweck schwer
zu widerlegen.
Der Absatz hat zwei Sätze. Ist er zu bequem, um jede Pendelfahrt als
Probefahrt einzutragen, ist es ein Verstoß gegen die Rahmenbedingungen
für die Nutzung eines solchen Kennzeichens.

Trägt er jede Fahrt ein, protokolliert er dankenswerterweise, daß er
meist das selbe Fahrzeug immer wieder aufs Neue probefahren muß. Aber so
gesehen: Zu blöd zu sein, um den Fehler endlich mal zu finden und dabei
so ökonomisch, die Probefahrt glich mit dem Arbeitsweg zu verknüpfen,
kann ja nicht geahndet werden. Es hinterlässt eben nur ein Gschmäckle.


Servus, Peter
HC Ahlmann
2017-04-13 07:15:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Weller
Der Absatz hat zwei Sätze. Ist er zu bequem, um jede Pendelfahrt als
Probefahrt einzutragen, ist es ein Verstoß gegen die Rahmenbedingungen
für die Nutzung eines solchen Kennzeichens.
Richtig.

Dabei ist nachträgliches Eintragen unschädlich, sagt
<http://www.iww.de/asr/archiv/kfz-zulassung-vermeiden-sie-die-alltaeglichen-suenden-im-umgang-mit-roten-kennzeichen-f39215>.
Wichtig ist, dass alle Fahrten dokumentiert werden.
Post by Peter Weller
Trägt er jede Fahrt ein, protokolliert er dankenswerterweise, daß er
meist das selbe Fahrzeug immer wieder aufs Neue probefahren muß.
Im OP hieß es, bei dem Pkw handle es sich um "einen aus dem
Fundus", nicht um wiederkehrend denselben Pkw.
Post by Peter Weller
Aber so gesehen: Zu blöd zu sein, um den Fehler endlich mal zu finden und
dabei so ökonomisch, die Probefahrt glich mit dem Arbeitsweg zu
verknüpfen, kann ja nicht geahndet werden. Es hinterlässt eben nur ein
Gschmäckle.
Geschmäckle sind "Empfindungsstörungen", aber kein Unrecht.

Das wiederholte Falschparken oer "Falschhalten" ist der
erfolgversprechendere Ansatz. Zum einen lässt sich das fotografisch
dokumentieren (Ort, Zeit aus EXIF-Daten, Sachverhalt), zum anderen fällt
ein Kennzeichenmissbrauch dabei auf, wenn tatsächlich Fahrten nicht im
Fahrzeugscheinheft eingetragen sind.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Loading...