Discussion:
Befahrbarkeit von Waldwegen
(zu alt für eine Antwort)
Wendelin Uez
2017-06-01 14:43:49 UTC
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Raw Message
Von einem Parkplatz aus führt ein befestigter Waldweg weiter zur
Sehenswürdigkeit. Der Weg ist vermutlich in öffentlicher und nicht in
privater Hand, da Ausnahmegenehmigung für Lieferanten des Restaurants usw.
dort vom lokalen Landratsamt erteilt werden.

Ist das Befahren solcher öffentlichen Waldwege grundsätzlich verboten, und
muß ein Verbot auch durch ein rundes rotes amtliches Verkehrsschild (z.B.
Verbot von Kfz) ausgeschildert werden, reicht evtl. sogar ein
nicht-amtliches Schild mit Hinweistext (etwa "Durchfahrt zu xxx verboten")
oder benötigt es überhaupt kein Hinweisschild, weder amtlich noch
nichtamtlich? Wie erkennt man, wo der öffentlich zugängliche Weg aufhört?
Henning Koch
2017-06-01 17:21:40 UTC
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Raw Message
Post by Wendelin Uez
Ist das Befahren solcher öffentlichen Waldwege grundsätzlich verboten,
Das Waldgesetzt für das jeweilige Bundesland sollte darüber Auskunft
geben...
Sebastian Suchanek
2017-06-01 18:10:46 UTC
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Post by Henning Koch
Post by Wendelin Uez
Ist das Befahren solcher öffentlichen Waldwege grundsätzlich verboten,
Das Waldgesetzt für das jeweilige Bundesland sollte darüber Auskunft
geben...
Hier[tm] stellt sich die Frage nicht, weil hier alles, was in Richtung
Waldweg geht, mit Zeichen 260 zugepflastert ist.


Tschüs,

Sebastian
Rupert Haselbeck
2017-06-01 21:30:12 UTC
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Raw Message
Post by Wendelin Uez
Von einem Parkplatz aus führt ein befestigter Waldweg weiter zur
Sehenswürdigkeit. Der Weg ist vermutlich in öffentlicher und nicht in
privater Hand, da Ausnahmegenehmigung für Lieferanten des Restaurants usw.
dort vom lokalen Landratsamt erteilt werden.
Wenn der Weg für die Allgemeinheit verfügbar wäre, so bedürfte es keiner
Ausnahmegenehmigung zu dessen Benutzung.
Eine Fläche, welche nicht als öffentliche Straße oder Weg gewidmet ist,
darf, soweit nicht noch andere Verbotstatbestände greifen, nur mit
Einwilligung des Eigentümers oder sonst Verfügungsbefugten befahren werden.
Ausdrückliche Verbote des Befahrens von Waldwegen mit Kraftfahrzeugen finden
sich überdies vielfach in Naturschutzgesetzen.
Post by Wendelin Uez
Ist das Befahren solcher öffentlichen Waldwege grundsätzlich verboten,
Das Bundeswaldgesetz sagt in seinem § 14, dass das Befahren des Waldes (nur)
auf den dortigen Wegen mit Fahrrädern (und Krankenfahrstühlen) zulässig ist.
Post by Wendelin Uez
und
muß ein Verbot auch durch ein rundes rotes amtliches Verkehrsschild (z.B.
Verbot von Kfz) ausgeschildert werden, reicht evtl. sogar ein
nicht-amtliches Schild mit Hinweistext (etwa "Durchfahrt zu xxx verboten")
oder benötigt es überhaupt kein Hinweisschild, weder amtlich noch
nichtamtlich? Wie erkennt man, wo der öffentlich zugängliche Weg aufhört?
Das Gesetz sagt bereits, wer mit welchen Fahrzeugen den Waldweg benutzen
darf. Verkehrszeichen sind demnach nicht erforderlich, weil diese ja
lediglich einen Verwaltungsakt bekanntgeben können. Da hier aber kein Raum
für einen Verwaltungsakt ist, werden amtliche Verkehrsschilder entbehrlich
sein. Dennoch gibt es zur Verdeutlichung der Situation vielfach Schilder
aller denkbaren Formen, angefangen vom offiziellen Zeichen 250 bis zum
schlichten handgemalten "Befahren verboten".

MfG
Rupert
Wendelin Uez
2017-06-02 06:10:17 UTC
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Vielen Dank für die Antwort, aber die Frage bleibt: Wie ist ein Waldweg
definiert?

Wird vielleicht im Gesetz Bezug genommen auf den Ausbauzustand
(asphaltiert/befestigt/unbefestig)? Muß ein Wechsel von asphaltiert auf
befestigt ein eindeutiges Kennzeichen für den Statuswechsel auf Waldweg? Der
Wald alleine kann kein Kriterium sein, denn viele Starßen durchqueren
Waldstücke ohne dass sich ihr Status dadurch ändern würde.

Ich kenne z.B. speziell den einen Weg, bei dem eine asphaltierte öffentliche
Zubringerstraße direkt weiter führt in den Wald als befestigter Weg, wobei
am Waldrand seitlich Parkflächen vorhanden sind. Ein amtliches Verbotsschild
fehlt. Welche 'harten' Kriterien gibt es hier?
Gerald Oppen
2017-06-10 22:04:47 UTC
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Raw Message
Post by Rupert Haselbeck
Post by Wendelin Uez
Von einem Parkplatz aus führt ein befestigter Waldweg weiter zur
Sehenswürdigkeit. Der Weg ist vermutlich in öffentlicher und nicht in
privater Hand, da Ausnahmegenehmigung für Lieferanten des Restaurants usw.
dort vom lokalen Landratsamt erteilt werden.
Wenn der Weg für die Allgemeinheit verfügbar wäre, so bedürfte es keiner
Ausnahmegenehmigung zu dessen Benutzung.
Eine Fläche, welche nicht als öffentliche Straße oder Weg gewidmet ist,
darf, soweit nicht noch andere Verbotstatbestände greifen, nur mit
Einwilligung des Eigentümers oder sonst Verfügungsbefugten befahren werden.
Ausdrückliche Verbote des Befahrens von Waldwegen mit Kraftfahrzeugen finden
sich überdies vielfach in Naturschutzgesetzen.
Post by Wendelin Uez
Ist das Befahren solcher öffentlichen Waldwege grundsätzlich verboten,
Das Bundeswaldgesetz sagt in seinem § 14, dass das Befahren des Waldes (nur)
auf den dortigen Wegen mit Fahrrädern (und Krankenfahrstühlen) zulässig ist.
Da steht:
(1) Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ist gestattet. Das
Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen und das Reiten im Walde ist
nur auf Straßen und Wegen gestattet. Die Benutzung geschieht auf eigene
Gefahr. Dies gilt insbesondere für waldtypische Gefahren.

Also das ein befahren abseits(!) der Wege (auch) mit diesen
Fahrzeugen/Pferden nicht gestattet ist.
Daraus lese ich aber nicht, das automatisch andere Fahrzeuge von der
Nutzung der Wege ausgeschlossen sind.
Eine pauschale Aussage aussage über die erlaubte Befahrbarkeit ist
schlicht nicht möglich. In dichter besiedelten Gegenden gibt es meist
wenig unbefestigte Wege die befahren werden dürfen und eine
entsprechende Beschilderung wird häufig vorhanden sein. Dagegen wird man
in weniger besiedelten/besuchten Gegenden gerne die Schilder einsparen
bzw. viele der Wege sind Zufahrtswege zu einzelnen Häusern oder kleinen
Siedlungen.
Post by Rupert Haselbeck
Das Gesetz sagt bereits, wer mit welchen Fahrzeugen den Waldweg benutzen
darf. Verkehrszeichen sind demnach nicht erforderlich, weil diese ja
Also der besagte Artikel 14 sagt das jedenfalls nicht...

Gerald
U***@web.de
2017-06-11 08:20:29 UTC
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Moin,
Post by Gerald Oppen
Eine pauschale Aussage aussage über die erlaubte Befahrbarkeit ist
schlicht nicht möglich. In dichter besiedelten Gegenden gibt es meist
wenig unbefestigte Wege die befahren werden dürfen und eine
entsprechende Beschilderung wird häufig vorhanden sein.
Wo also die Besiedlung an den Wald heranreicht, wird man
mehr Schilder zu erwarten haben.

Im Wald ist die Besiedlung eher nicht so dicht.
Post by Gerald Oppen
Dagegen wird man
in weniger besiedelten/besuchten Gegenden gerne die Schilder einsparen
bzw. viele der Wege sind Zufahrtswege zu einzelnen Häusern oder kleinen
Siedlungen.
Habe aber auch schon Wege erlebt, die als Ortsverbindungsstraßen
genutzt werden und anstzweise ausgeschildert sind, ohne mehr
als eine wassergebundene Decke aufzuweisen.

Gruß, ULF
Gerald Oppen
2017-06-18 18:09:14 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Gerald Oppen
Eine pauschale Aussage aussage über die erlaubte Befahrbarkeit ist
schlicht nicht möglich. In dichter besiedelten Gegenden gibt es meist
wenig unbefestigte Wege die befahren werden dürfen und eine
entsprechende Beschilderung wird häufig vorhanden sein.
Wo also die Besiedlung an den Wald heranreicht, wird man
mehr Schilder zu erwarten haben.
Im Wald ist die Besiedlung eher nicht so dicht.
Gemeint war die Nähe zu "Ballungszentren"(in diesem Zusammenhang auch
Städte mit deutlich unter 100k Einwohner), nicht die Nähe einzelner
Siedlungsobjekte...
Post by U***@web.de
Post by Gerald Oppen
Dagegen wird man
in weniger besiedelten/besuchten Gegenden gerne die Schilder einsparen
bzw. viele der Wege sind Zufahrtswege zu einzelnen Häusern oder kleinen
Siedlungen.
Habe aber auch schon Wege erlebt, die als Ortsverbindungsstraßen
genutzt werden und anstzweise ausgeschildert sind, ohne mehr
als eine wassergebundene Decke aufzuweisen.
Sag ich doch, pauschale Rückschlüße aus dem Fahrbahnbelag sind nicht
möglich. Nur die grobe Tendenz dass in Ballungsgebieten unbefestigte
Wege (inkl. der wassergebundenen Fahrbahndecke) meist für den
KFZ-Verkehr gesperrt sind.

Gerald
U***@web.de
2017-06-18 18:18:57 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Gerald Oppen
Gemeint war die Nähe zu "Ballungszentren"(in diesem Zusammenhang auch
Städte mit deutlich unter 100k Einwohner), nicht die Nähe einzelner
Siedlungsobjekte...
Recht nahe an der Fastgroßstadt Schwerin...
Post by Gerald Oppen
Sag ich doch, pauschale Rückschlüße aus dem Fahrbahnbelag sind nicht
möglich. Nur die grobe Tendenz dass in Ballungsgebieten unbefestigte
Wege (inkl. der wassergebundenen Fahrbahndecke) meist für den
KFZ-Verkehr gesperrt sind.
...gibt es derartige *Straßen* mit gelben Wegweisern.

Von der Tendenz her hast Du natürlich recht. Da, wo mehr
Stadtmenschen sauf den Waldweg fahren als gewünscht, da
wird man mit Schildern und ggf. Absperrungen gegenangehen.

Gruß, ULF

Michael Zink
2017-06-06 09:53:09 UTC
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Post by Wendelin Uez
privater Hand, da Ausnahmegenehmigung für Lieferanten des Restaurants usw.
dort vom lokalen Landratsamt erteilt werden.
Dann sollte doch eigentlich die Stelle, die für die Genehmigungen
zuständig ist, Deine Fragen beantworten können.

Auf Wiederlesen

Michael
--
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Wendelin Uez
2017-06-09 18:14:14 UTC
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Raw Message
Post by Michael Zink
Dann sollte doch eigentlich die Stelle, die für die Genehmigungen
zuständig ist, Deine Fragen beantworten können.
Das ist eine Behörde, die dazu nicht verpflichtet ist. Wieso sollte sie also
mit mehr als Allgemeinplätzen antworten?
Elmar Haneke
2017-06-06 16:01:05 UTC
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Post by Wendelin Uez
Wie erkennt man, wo der öffentlich zugängliche Weg aufhört?
Normalerweise sollte am Ende des Bereiches, der befahren werden darf ein Schild
eine Schranke oder sonst eine eindeutige Markierung sein. Was nützt ein Verbot,
wenn der Verbotsirrtum praktisch unvermeidlich ist.

Elmar
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Gerald Oppen
2017-06-10 21:45:40 UTC
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Raw Message
Post by Elmar Haneke
Post by Wendelin Uez
Wie erkennt man, wo der öffentlich zugängliche Weg aufhört?
Normalerweise sollte am Ende des Bereiches, der befahren werden darf ein Schild
eine Schranke oder sonst eine eindeutige Markierung sein. Was nützt ein Verbot,
wenn der Verbotsirrtum praktisch unvermeidlich ist.
Ist auch eine Frage des Umfeldes. In wenig besuchten Gegenden ist man
mit den Schildern gerne auch sparsamer.

Gerald
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