Discussion:
Warum so viele Möglichkeiten beim Verkehsschild 283 "Halteverbot"
(zu alt für eine Antwort)
Ingo Stiller
2017-04-30 22:01:45 UTC
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Beim Verkehrszeichen 283 "Absolutes Halteverbot" gibt es ja sieben verschiedene Varianten.

http://www.vzkat.de/2017/Teil03/Teil03.htm

Die Varianten ohne Pfeile ist klar

283-10: Anfang - Aufstellung rechts
283-20: Ende - Aufstellung rechts
283-30: Mitte - Aufstellung rechts
283-11: Ende - Aufstellung links
283-21: Anfang - Aufstellung links
283-31: Mitte - Aufstellung links

Rein theoretisch sind die Kombinationen ja korrekt.
Aber der normale Autofahrer wird die Feinheiten der Beschilderung nicht unterscheiden können.
Gereicht hätte ja
* Pfeil zur Straße/nach "vorne": Anfang der Verbotsstrecke
* Pfeil zum Bürgersteig/nach "hinten":Ende der Verbotsstrecke.
Die Unterscheidung "oben"(Anfang) und "unten"(Ende) hätten man weglassen können.

Gibt es irgendeine Begründung, warum man doch auf "oben"/"unten" bestanden hat?

BTW: Gilt eigentlich ein Schild 283, wenn die Pfeile fehlerhaft angeordnet sind?
Also zum Bleistift am Anfang einer Verbotsstrecke der Pfeil zur Straße hin unten im Schild.
Wenn nein, dann sind hier in der Stadt die Hälfte der Schilder unwirksam :-)

Gruß Ingo
Werner Holtfreter
2017-05-01 01:20:17 UTC
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Post by Ingo Stiller
Beim Verkehrszeichen 283 "Absolutes Halteverbot" gibt es ja sieben verschiedene Varianten.
http://www.vzkat.de/2017/Teil03/Teil03.htm
Die Varianten ohne Pfeile ist klar
283-10: Anfang - Aufstellung rechts
283-20: Ende - Aufstellung rechts
283-30: Mitte - Aufstellung rechts
283-11: Ende - Aufstellung links
283-21: Anfang - Aufstellung links
283-31: Mitte - Aufstellung links
Rein theoretisch sind die Kombinationen ja korrekt.
Aber der normale Autofahrer wird die Feinheiten der Beschilderung
nicht unterscheiden können. Gereicht hätte ja
* Pfeil zur Straße/nach "vorne": Anfang der Verbotsstrecke
* Pfeil zum Bürgersteig/nach "hinten":Ende der Verbotsstrecke.
Finde ich auch. Darüber hinaus finde ich einen Pfeil nach oben für
Anfang und einen nach unten für Ende auch sinniger, weil das der
Darstellung auf Wegweisern und anderen Verkehrzeichen entspricht,
z.B. Zeichen 208 Vorrang des Gegenverkehrs.
--
Gruß Werner

http://vera-lengsfeld.de/2017/04/21/der-kampf-gegen-rechts-zerstoert-rechtsstaat-und-gesellschaft
Johann Mayerwieser
2017-05-01 06:44:44 UTC
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Post by Werner Holtfreter
Finde ich auch. Darüber hinaus finde ich einen Pfeil nach oben für
Anfang und einen nach unten für Ende auch sinniger, weil das der
Darstellung auf Wegweisern und anderen Verkehrzeichen entspricht, z.B.
Zeichen 208 Vorrang des Gegenverkehrs.
Nein, stimmt schon so, die Pfeile sagen aus: Ab hier auf dem Gehweg
parken und ab hier auf dem Gehweg parken nicht mehr notwendig
Stefan Reuther
2017-05-01 08:58:11 UTC
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Post by Werner Holtfreter
Finde ich auch. Darüber hinaus finde ich einen Pfeil nach oben für
Anfang und einen nach unten für Ende auch sinniger, weil das der
Darstellung auf Wegweisern und anderen Verkehrzeichen entspricht,
z.B. Zeichen 208 Vorrang des Gegenverkehrs.
Das funktioniert nicht mehr bei dem durchaus häufigen Fall, dass das
Parkverbotsschild z.B. an einer Hauswand angebracht ist.

Wenn das Z.208 an einer Hauswand angebracht ist, ist meistens ein enger
Durchlass daneben :)


Stefan
Werner Holtfreter
2017-05-01 16:28:12 UTC
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Post by Stefan Reuther
Post by Werner Holtfreter
Finde ich auch. Darüber hinaus finde ich einen Pfeil nach oben
für Anfang und einen nach unten für Ende auch sinniger, weil das
der Darstellung auf Wegweisern und anderen Verkehrzeichen
entspricht, z.B. Zeichen 208 Vorrang des Gegenverkehrs.
Das funktioniert nicht mehr bei dem durchaus häufigen Fall, dass
das Parkverbotsschild z.B. an einer Hauswand angebracht ist.
Das stimmt, aber das ist nicht unplausibler als ein klassisch
aufgestelltes Schild mit einem Pfeil in horizontaler Richtung.

Mein Vorschlag:

Der oder die Pfeile beginnen im Zentrum des Verkehrsschildes. Die
Anbringung erfolgt so, dass der Pfeil eindeutig in die betreffende
Richtung weist. Bei der Hauswand versteht es sich von selbst und
sonst bedeutet
oben = in Fahrtrichung
unten = in Richtung des Betrachters.
--
Gruß Werner

http://vera-lengsfeld.de/2017/04/21/der-kampf-gegen-rechts-zerstoert-rechtsstaat-und-gesellschaft
Johann Mayerwieser
2017-05-01 06:43:41 UTC
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Post by Ingo Stiller
http://www.vzkat.de/2017/Teil03/Teil03.htm
Die Varianten ohne Pfeile ist klar
Als geographisch Unzuständiger: in welchenm Bereich gilt diese Variante,
wenn sie so aufgestellt wird?
Post by Ingo Stiller
283-10: Anfang - Aufstellung rechts 283-20: Ende - Aufstellung rechts
283-30: Mitte - Aufstellung rechts 283-11: Ende - Aufstellung links
283-21: Anfang - Aufstellung links 283-31: Mitte - Aufstellung links
Das musst du schon verstehen, das ist eine Unterstützung für die
notleidende Schilderindustrie, jetzt müssen massenhaft
Halteverbotsschilder ausgetauscht werden.
Arne Johannessen
2017-05-02 22:07:57 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Post by Ingo Stiller
http://www.vzkat.de/2017/Teil03/Teil03.htm
Die Varianten ohne Pfeile ist klar
Als geographisch Unzuständiger: in welchenm Bereich gilt diese Variante,
wenn sie so aufgestellt wird?
Bis zur nächsten Einmündung, falls vorher kein neues Schild steht.
--
Arne Johannessen
Stefan Reuther
2017-05-01 08:55:30 UTC
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Post by Ingo Stiller
Beim Verkehrszeichen 283 "Absolutes Halteverbot" gibt es ja sieben verschiedene Varianten.
http://www.vzkat.de/2017/Teil03/Teil03.htm
Die Varianten ohne Pfeile ist klar
[...]
Post by Ingo Stiller
Rein theoretisch sind die Kombinationen ja korrekt.
Aber der normale Autofahrer wird die Feinheiten der Beschilderung nicht unterscheiden können.
Gereicht hätte ja
* Pfeil zur Straße/nach "vorne": Anfang der Verbotsstrecke
* Pfeil zum Bürgersteig/nach "hinten":Ende der Verbotsstrecke.
Die Unterscheidung "oben"(Anfang) und "unten"(Ende) hätten man weglassen können.
Die StVO meint (Anlage 2 Nr. 61):

# Der Anfang der Verbotsstrecke kann durch einen zur Fahrbahn weisenden
# waagerechten weißen Pfeil im Zeichen, das Ende durch einen solchen
# von der Fahrbahn wegweisenden Pfeil gekennzeichnet sein. Bei in der
# Verbotsstrecke wiederholten Zeichen weist eine Pfeilspitze zur
# Fahrbahn, die zweite Pfeilspitze von ihr weg.

Es ist also für den Autofahrer egal, in welchem Sektor der Pfeil steht.


Stefan
Ingo Stiller
2017-05-01 13:51:19 UTC
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Post by Stefan Reuther
# Der Anfang der Verbotsstrecke kann durch einen zur Fahrbahn weisenden
# waagerechten weißen Pfeil im Zeichen, das Ende durch einen solchen
# von der Fahrbahn wegweisenden Pfeil gekennzeichnet sein. Bei in der
# Verbotsstrecke wiederholten Zeichen weist eine Pfeilspitze zur
# Fahrbahn, die zweite Pfeilspitze von ihr weg.
Aber warum kennt dann der Verkehrszeichenkatalog alle diese Kombinationen?

Das Bild in der Anlage 2 kennt nur das allgemeine absolute Halteverbot
Post by Stefan Reuther
https://dejure.org/gesetze/StVO/Anlage_2.html
In §30 StVO gibt es dann folgenden Absatz zu lesen:
---
Post by Stefan Reuther
https://dejure.org/gesetze/StVO/39.html
(9) Die in den Anlagen 1 bis 4 abgebildeten Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen können auch mit den im Verkehrszeichenkatalog dargestellten Varianten angeordnet sein. Der Verkehrszeichenkatalog wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Verkehrsblatt veröffentlicht.
---
Auf der Site des Verkehrsblatt sind die Downloads kostenpflichtig.
Post by Stefan Reuther
http://www.vzkat.de/2017/Teil03/Teil03.htm
Laut Absatz 9, §39 StVO sind nur diese Varianten zugelassen.

Was gilt den nun?

Gruß Ingo
Stefan Reuther
2017-05-02 16:35:36 UTC
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Raw Message
Post by Ingo Stiller
Post by Stefan Reuther
# Der Anfang der Verbotsstrecke kann durch einen zur Fahrbahn weisenden
# waagerechten weißen Pfeil im Zeichen, das Ende durch einen solchen
# von der Fahrbahn wegweisenden Pfeil gekennzeichnet sein. Bei in der
# Verbotsstrecke wiederholten Zeichen weist eine Pfeilspitze zur
# Fahrbahn, die zweite Pfeilspitze von ihr weg.
Aber warum kennt dann der Verkehrszeichenkatalog alle diese Kombinationen?
Weil sie jemand schick fand?
Post by Ingo Stiller
Laut Absatz 9, §39 StVO sind nur diese Varianten zugelassen.
Was gilt den nun?
Für den Kraftfahrer: der zur Fahrbahn weisende Pfeil, egal, wo der steht.

Für den Typen im Straßenbauamt: die Anweisung seines Chefs. Und wenn die
lautet, dass unter Abmahnungsandrohung verboten ist, als "Ende"-Schild
ein auf den Kopf gedrehtes -10er statt eines -20er zu verbauen, ist das
halt so, da sollte sich dann halt mal der Rechnungshof oder der Bund der
Steuerzahler drum kümmern.

Aber im Gegensatz zu falsch beschilderten Tempolimits oder Radwegen ist
bei einem mit dem falschen Schild beschilderten Parkverbot wenigstens
nicht mit Verkehrssicherheitsproblemen zu rechnen.


Stefan
Gerald Gruner
2017-05-01 11:42:05 UTC
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Post by Ingo Stiller
Beim Verkehrszeichen 283 "Absolutes Halteverbot" gibt es ja sieben verschiedene Varianten.
http://www.vzkat.de/2017/Teil03/Teil03.htm
[...]
Gibt es irgendeine Begründung, warum man doch auf "oben"/"unten" bestanden hat?
Im Zweifel gilt bei Behördenaktionen als wahrscheinliches Motiv: Ein
Beamter hatte Langeweile(*) oder wollte seinen Job rechtfertigen, indem er
irgendwas ändert, notfalls etwas sinnloses.

MfG
Gerald

(*) als Korollar von Hanlon's Razor
--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.
Christian @Soemtron
2017-05-04 08:39:00 UTC
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Post by Ingo Stiller
Beim Verkehrszeichen 283 "Absolutes Halteverbot" gibt es ja sieben verschiedene Varianten.
http://www.vzkat.de/2017/Teil03/Teil03.htm
Das sehe ich ja jetzt erst - unglaublich, auf was für Ideen gelangweilte
Beamte kommen.
Post by Ingo Stiller
Die Unterscheidung "oben"(Anfang) und "unten"(Ende) hätten man weglassen können.
"müssen" - wenn man die Beschilderung einfach und verständlich gestalten
möchte.
Post by Ingo Stiller
Gibt es irgendeine Begründung, warum man doch auf "oben"/"unten" bestanden hat?
Mir fällt beim besten Willen keine ein. Aber "Hinweis: Die hinterlegten
Informationen sind bislang noch nicht amtlich und dienen lediglich der
Vorabinformation." macht zumindest Hoffnung, daß das eher ein Scherz ist.

cu,
Christian

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